I Crudeli – Ennio Morricone: “Ein Sarg mit viel Geld und eine einsame Trompete”

Sergio Corbuccis Die Grausamen gehört zu den weniger bekannten Italowestern des Django-Regisseurs. Plaion-Pictures hat den pessimistischen Streifen als ersten Teil seiner Western’all-Arrabiata-Reihe der Vergessenheit entrissen. Zurecht: I Crudeli ist ein rauer Western mit ungewöhnlicher Prämisse. Und auch Ennio Morricones Filmmusik fasziniert bis heute.

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Frankenstein – Alexandre Desplat: “Filigran zusammengeflickt”

Und noch einmal Frankenstein; Guillermo del Toro hat sich Mary Shelleys berühmtem Briefroman angenommen und daraus ein schwelgerisches Fantasymärchen gemacht. Mit Erfolg: Die Netflix-Produktion wurde neunmal Oscar-nominiert. Dazu gehört auch Alexandre Desplats emotionale Filmmusik – eine seiner besten seit Langem, allerdings mit einigen Einschränkungen.

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Berlinale 2026 (3): Auf den Dächern Kairos und Haariges aus Indonesien

Die diesjährige Berlinale war geprägt von einem tiefen Riss zwischen filmischer Kunst und lautstarkem Aktivismus. Während İlker Çataks Gelbe Briefe den Goldenen Bären feierte, sorgten radikale Statements auf der Bühne und die Forderung nach politischer Positionierung des Festivals für eine toxische Debatte. In den Kinos überzeugten dagegen vorrangig Produktionen, die das Politische subtil im Privaten verhandeln.

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Berlinale 2026 (2): Berlinale Classics: Geheimnisse einer Seele – Yongbom Lee

Beim Fokus auf den aktuellen Wettbewerb und Star & Sternchen könnte man glatt vergessen, dass die Berlinale in der Classics-Sektion auch restaurierte Stummfilmklassiker wiederentdeckt: In diesem Jahr spielte das Ensemble Broken Frames Syndicate die neukomponierte Musik von Yongbom Lee zu Papsts Geheimnisse einer Seele von 1926. Ein interessantes audiovisuelles Experiment, das mitunter aber den Film aus den Augen verliert.

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